49 Jahre maierGROUP – Andreas’ Lebenswerk

Vom Azubi zum Ausbilder: Wie Verlässlichkeit, Disziplin und ein starkes Miteinander über Jahrzehnte hinweg rund 110 Fachkräfte geprägt haben.

Fast fünf Jahrzehnte im selben Unternehmen, das ist heute alles andere als selbstverständlich. Andreas hat die Christian Maier GmbH & Co. KG begleitet und mitgeprägt: vom jungen Mitarbeiter in der Fertigung über den Meister bis hin zum langjährigen Ausbilder.

Was bleibt, ist weit mehr als eine beeindruckende Zahl an Dienstjahren. Es ist eine Geschichte über Disziplin, Entwicklung, Zusammenhalt und die Freude daran, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten.

„Der Lohn kam immer pünktlich – egal wie die Lage war.“

Ein prägender Start

Am 1. August 1977 startete er seine Ausbildung zum Maschinenschlosser. Eingestellt wurde er unter Friedrich Maier, dem Vater von Markus Maier, und Onkel von Florian Maier.

Schon früh wird Andreas klar, wie im Unternehmen gearbeitet wird:
ordentlich, strukturiert und mit klaren Regeln.

Eine Situation bleibt ihm besonders im Gedächtnis. Ein Mitarbeiter wird entlassen, nachdem er etwas gestohlen hat. In diesem Zusammenhang hört er erstmals den Begriff „botzget“.

Sein Vater erklärt ihm damals, was das bedeutet: Wer einen Fehler macht, muss die Konsequenzen tragen.

Eine Erfahrung, die ihn prägt und seinen Blick auf Arbeit, Verantwortung und Fairness bis heute beeinflusst.

Andreas in jungen Jahren oder bei der Arbeit
AZUBIS 1990

Lernen, dranzubleiben und besser zu werden

Die ersten Jahre sind fordernd.
Arbeiten unter Zeitvorgaben – etwa 15 Minuten pro Werkstück – gehören zum Alltag.

Oft schafft er das zunächst nicht.

Doch statt aufzugeben, fragt Andreas erfahrene Kollegen.
Er beobachtet, lernt, probiert aus und wird besser.

Mit der Zeit reduziert er seine Arbeitszeit deutlich: von 13 Minuten auf etwa 8 Minuten.

Aus Unsicherheit wird Routine.
Aus Herausforderung wird Motivation.
Aus Arbeit wird Freude.

Seine Haltung bleibt dabei immer gleich: dranbleiben, weiter probieren, Lösungen finden.

Andreas in jungen Jahren oder bei der Arbeit

Vom Mitarbeiter zum Ausbilder

Mit wachsender Erfahrung übernimmt Andreas Verantwortung.

Er absolviert seine Weiterbildung und wächst Schritt für Schritt in die Ausbildung hinein. Schon in jungen Jahren führt er Kollegen, die teilweise deutlich älter sind als er selbst. Eine Herausforderung, die ihn fachlich wie menschlich prägt.

Im Laufe der Jahre begleitet er rund 110 Auszubildende.

Was ihm dabei besonders wichtig ist:
Ein guter Azubi arbeitet ordentlich, bringt sich ins Team ein, ist offen für Austausch und bleibt lernbereit.

Genauso wichtig ist ihm aber auch:
Wenn ein Auszubildender etwas besser weiß, sollte man das annehmen können.

„Wenn man dranbleibt, wird man besser – und irgendwann macht es Spaß.“

Andreas mit Auszubildenden oder Kollegen

Menschen, die bleiben

Neben all den Jahren, Aufgaben und Veränderungen sind es vor allem die Menschen, die bleiben.

Eine Situation ist ihm bis heute in Erinnerung:

Ein kleiner Auszubildender bindet sich die Füße zusammen und lässt sich mit einem Kran nach oben ziehen, um eine Maschine kopfüber zu reinigen.

Ungewöhnlich – aber auch ein Zeichen dafür, wie im Alltag Lösungen gefunden wurden.

Am Ende ist es für Andreas jedoch etwas anderes, das zählt:

Dass er mit allen gut ausgekommen ist – und es immer noch tut.

Und dass viele der Auszubildenden heute noch im Unternehmen sind. Das macht ihn stolz.

 

Andreas in jungen Jahren oder bei der Arbeit

KI generiert

Veränderung über Jahrzehnte

Die Technik entwickelt sich von manuellen Tätigkeiten hin zu CNC-Maschinen, Fräszentren und computergesteuerten Prozessen.

Auch die Ausbildung wird fachlicher und stärker auf den Beruf ausgerichtet.

Früher wurden Auszubildende vielseitiger eingesetzt, in der Kantine, bei Reinigungsarbeiten oder allgemeinen Aufgaben. Dabei lernte man nicht nur den Beruf, sondern oft auch fürs Leben.

Andreas erinnert sich außerdem daran, dass viele ältere Kollegen seiner Anfangszeit noch von Krieg und Nachkriegszeit geprägt waren. Das spiegelte sich auch im Arbeitsalltag wider: Der Umgangston war direkter, Disziplin selbstverständlich und Erwartungen klar formuliert.

Selbst einfache Dinge wie die Zeiterfassung haben sich gewandelt:
Von Stempelkarten hin zu digitalen Systemen. Wer früher zu spät kam oder vergessen hat zu stempeln, hatte eine rote Zahl auf der Karte und musste direkt zum Meister.

Auch das Miteinander hat sich verändert:
Früher wurde in den Pausen mehr gesprochen. Über den Alltag, das Wochenende oder persönliche Themen. Heute prägen Smartphones und digitale Medien die Kommunikation stärker.

Und doch bleibt eines gleich: Man darf immer noch arbeiten – und es macht einfach Spaß.

Andreas in jungen Jahren oder bei der Arbeit
Werte, die bleiben

Was Andreas all die Jahre motiviert hat, ist einfach:

Er hat seine Arbeit gerne gemacht. Auch wenn etwas zunächst keinen Spaß gemacht hat, kam die Freude durch Dranbleiben oft von selbst.

Besonders wichtig ist ihm die Verlässlichkeit:

Der Lohn kam immer pünktlich – unabhängig von der Auftragslage. Für ihn ein Zeichen von Fairness und Stabilität.

Die Unternehmenskultur beschreibt er als familiär:

Kurze Wege.
Ein gutes Miteinander.
Ein sicherer Standort.
Und die Möglichkeit, Dinge direkt zu klären.

Ein Blick nach vorne

Sein Rat an Azubis und Ausbilder ist klar:

Nicht jeder Mensch ist gleich. Es ist wichtig, sich in andere hineinzuversetzen und mit Herzblut bei der Sache zu sein.

Für die Zukunft der Ausbildung wünscht er sich, dass genau dieses Herzblut erhalten bleibt und sich gleichzeitig an neue Zeiten anpasst.

Was er vermissen wird, weiß er heute noch nicht. „Frag mich in ein paar Wochen“, sagt er selbst.

Was jetzt kommt: Zeit für Urlaub, Hobbys und all die Dinge, die während des Arbeitslebens oft zu kurz gekommen sind.

Andreas in jungen Jahren oder bei der Arbeit
Danke, Andreas

49 Jahre sind mehr als Zeit. Sie stehen für Erfahrung, Verantwortung, Entwicklung und ein großes Stück Unternehmensgeschichte.

Wir danken Andreas für seinen langjährigen Einsatz, seine Verlässlichkeit und sein außergewöhnliches Engagement für die Ausbildung bei der maierGROUP und wünschen ihm für den neuen Lebensabschnitt von Herzen alles Gute.

📖 Das komplette Interview mit Andreas lesen

Interview mit Andreas – 49 Jahre maierGROUP

Ein Berufsleben voller Wandel, Verantwortung und echter Verbundenheit

Fast fünf Jahrzehnte im selben Unternehmen, das ist heute eine Seltenheit. Andreas hat die Entwicklung der maierGROUP über Jahrzehnte hinweg begleitet: vom Auszubildenden über die Fertigung bis hin zum Meister, Sicherheitsfachkraft und langjährigen Ausbilder.

Dabei hat er nicht nur Technik und Prozesse im Wandel erlebt, sondern vor allem Menschen geprägt. Im Gespräch blickt er auf seinen Weg zurück ehrlich, bodenständig und mit vielen Geschichten.


1. Der Anfang – Einstieg ins Berufsleben

Wann hast du bei der Christian Maier GmbH & Co. KG angefangen?
Ich habe am 1. August 1977 meine Ausbildung zum Maschinenschlosser begonnen. Die Ausbildung dauerte damals dreieinhalb Jahre.

Wie war dein erster Eindruck vom Unternehmen?
Mein erster Eindruck war: ordentlich, strukturiert und klar geführt. Es war wichtig, anständig zu arbeiten und seine Aufgaben sauber zu erledigen.

Gab es etwas, das dich besonders geprägt hat?
Ja. Ich habe damals erlebt, dass ein Mitarbeiter etwas gestohlen hat und daraufhin entlassen wurde. In dem Zusammenhang fiel der Begriff „botzget“. Das hat mein Vater mir  zu Hause dann erklärt.

Hättest du damals gedacht, dass du fast 49 Jahre bleibst?
Nein, das hätte ich damals nie gedacht.


2. Ausbildung früher – anders als heute

Wie war deine Ausbildungszeit?
Die Ausbildung war deutlich anders als heute. Man wurde vielseitig eingesetzt – nicht nur im eigentlichen Beruf, sondern auch bei allgemeinen Aufgaben, als Klempner, Reinigungsarbeiter oder in anderen Bereichen.

Wie war der Umgangston damals?
Viele ältere Kollegen meiner Anfangszeit waren noch von Krieg und Nachkriegszeit geprägt. Der Umgangston war direkter, vieles strenger, Disziplin selbstverständlich.


3. Nach der Ausbildung – Bund und Rückkehr

Wie ging dein Weg weiter?
Nach der Ausbildung war ich beim Bund. Ich war dort 15 Monate und unter anderem Panzerfahrer. Danach bin ich wieder ins Unternehmen zurückgekehrt.


4. Die Zeit in der Fertigung

Wie war dein Wiedereinstieg?
Ich habe dann fünf Jahre in der Fertigung gearbeitet als Springer. Ich war überall dort im Einsatz, wo man mich gebraucht hat. Das war eine sehr gute Zeit, weil ich viele Bereiche kennengelernt habe.


5. Lernen, dranbleiben, besser werden

Was war die größte Herausforderung?
Vor allem die Arbeit mit Zeitvorgaben. Für ein Werkstück hatte ich etwa 15 Minuten Zeit – das habe ich am Anfang oft nicht geschafft.

Wie bist du damit umgegangen?
Ich habe erfahrene Kollegen gefragt, zugeschaut, gelernt und ausprobiert. Mit der Zeit wurde ich besser – von 13 Minuten auf etwa 8 Minuten.

Was hast du daraus gelernt?
Nicht aufgeben. Weiter probieren. Sich Hilfe holen. Probleme angehen.


6. Der Weg zu mehr Verantwortung

Wie ging es beruflich weiter?
Nach einigen Jahren Berufserfahrung konnte ich die Meisterausbildung machen. Später habe ich mehr Verantwortung übernommen und Führungsaufgaben bekommen.

Gab es weitere Aufgaben?
Ja. Ich war auch Sicherheitsfachkraft im Unternehmen. Heute macht das Max Hotz und das freut mich besonders, weil er selbst einmal mein Azubi war.

Wie war das als junger Meister?
Ich musste teilweise Kollegen anleiten, die deutlich älter waren als ich. Da musste man sich Respekt erarbeiten.


7. Der Weg zum Ausbilder

Wie bist du Ausbilder geworden?
Das hat sich mit der Zeit entwickelt. Während meiner Meisterzeit wurde ich bereits in der Ausbildung eingesetzt. Schritt für Schritt bin ich in diese Rolle hineingewachsen.

Warum war dir Ausbildung wichtig?
Weil ich gerne mit jungen Menschen gearbeitet habe. Es war schön zu sehen, wie sie sich entwickeln.


8. Talente begleitet und entwickelt

Wie viele Auszubildende hast du begleitet?
Es waren rund 110 Auszubildende.

Worauf bist du besonders stolz?
Dass viele von ihnen heute noch im Unternehmen sind und sich weiterentwickelt haben.

Was macht einen guten Azubi aus?
Ordentlich arbeiten. Zuhören können. Sich ins Team einbringen. Offen sein.


9. Geschichten, die bleiben

Gibt es eine besondere Erinnerung?
Ein Azubi sollte eine Maschine reinigen. Er band sich die Füße zusammen und ließ sich mit einem Kran nach oben ziehen, um die Maschine von oben zu reinigen.

Was war für dich besonders schön?
Dass ich mit vielen Menschen immer gut ausgekommen bin.


10. Was sich verändert hat

Was hat sich am meisten verändert?
Vor allem die Technik. Früher war vieles manuell. Heute arbeiten wir mit CNC-Maschinen und computergesteuerten Prozessen.

Wie hat sich der Arbeitsalltag verändert?
Früher gab es Stempelkarten. Heute läuft vieles digital.

Was ist gleich geblieben?
Man darf immer noch arbeiten und es macht einfach Spaß.


11. Warum bist du geblieben?

Was hat dich motiviert?
Ich habe meine Arbeit gerne gemacht.

Gab es andere Angebote?
Ja, teilweise auch für deutlich mehr Geld. Aber mir war das Gesamtpaket wichtig.

Was bedeutet die maierGROUP für dich?
Vor allem Verlässlichkeit und Fairness. Der Lohn kam immer pünktlich.


12. Rat an die nächste Generation

Was gibst du jungen Menschen mit?
Dranbleiben. Probleme angehen. Sich in andere hineinversetzen.
Mit Herzblut bei der Sache sein.

Was wünschst du dir für die Zukunft?
Dass das Herzblut bleibt und sich die Ausbildung gleichzeitig an neue Zeiten anpasst.


13. Abschied und neuer Lebensabschnitt

Was wirst du am meisten vermissen?
Das kann ich heute noch nicht sagen. Frag mich in ein paar Wochen.

Was kommt jetzt?
Mehr Zeit für Urlaub, Hobbys und Dinge, für die während des Arbeitslebens oft zu kurz gekommen sind.

49 Jahre sind mehr als Zeit. Sie sind Arbeit, Entwicklung, Verantwortung, Begegnungen – und ein großes Stück Leben.

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